Winkels plant den koordinierten Ablauf notwendiger Prozesse Bildnase

Winterdienstzentrale: Winkels plant den koordinierten Ablauf notwendiger Prozesse

Unsere Winterdienstzentrale

Der enge Kontakt zum deutschen Wetterdienst sowie weiterer meteorologischer Dienstleister ermöglicht uns bereits frühzeitig Informationen aus der Atmosphäre, mit den dort vorherrschenden chaotischen Ereignissen zu bekommen. Wir sind angewiesen auf dieses Expertenwissen.

In der Regel bündeln sich die so gewonnenen Sachverhalte oft am frühen Abend. Die Koordinatoren treffen sich erstmals zu einer Vorbesprechung sowie zur Ortung der gefährdeten Klimasegmente. Die Einsatzleiter vor Ort werden ca. 6 Stunden vor einem beabsichtigten Einsatz informiert. Diese wiederum überprüfen ihre Personalplanung. Besteht die Gefahr von einsetzendem Schneefall in den nächsten 9 Stunden, werden zusätzliche, vorhandene Personalreserven überprüft.

Bei eindeutigen Warnlagen werden sämtliche Personale über unsere Leitzentrale per SMS mit eindeutigen Informationen aufgerufen. Diese geben sich per Quittungscode für den Einsatz als bereit zu erkennen. Diese Informationen werden für die Einsatzleiter vor Ort auf deren Laptops sichtbar. Diese wiederum setzen zur vereinbarten Zeit die Fußtruppen in Gang und überwachen deren Wege und Strecken. Ausschlaggebend für das Einsatzkommando ist immer das höchstwahr- scheinliche oder tatsächliche Eintreffen der Gefahr zur Nachtzeit. Hier ist erfahrungsgemäß zwischen 03.30 Uhr und 07.30 Uhr unsere kritische Zeit. Beim Eintreffen eines entsprechenden markanten Wetterereignisses am Tage läuft das Prozedere gleich ab.

Die Koordinatoren in der Winterdienstzentrale steuern auch die Einsätze der leichten Streu- und Räumfahrzeuge in den entsprechenden Gebieten. Weiterhin werden die Strecken der schweren Räumfahrzeuge beschrieben und in Position gebracht. Die Mischung des Streugutes wird überprüft. Schließlich wartet man jetzt auf das Kommando der Ausführung. Den Fahrern sind die Strecken bekannt. Schließlich folgen den Räumfahrzeugen bald Container- und Kranfahrzeuge um an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit die Streugutbehälter der Fahrzeuge neu zu beladen. Hierzu unterhalten wir während einer Wintersaison bis zu 100 Lagerorte auf denen wir unsere befüllten Container abstellen können oder wo wir Streugut als Sackware unterbringen.

Tritt das vorausgesagte Ereignis nicht ein, schwärmen einzelne Trupps zu Kontrollgängen an markanten Stellen wie Brücken und Treppen aus. Der Einsatz wird insgesamt abgeblasen.

Die Koordinatoren erhalten bis zum nächsten Vormittag von den Einsatzleitern Dokumente und Berichte um so unsere Aktivitäten der letzten 12 Stunden in unserer EDV zu dokumentieren. Hieraus bildet sich das sogenannte Streubuch, welches unserer Kunden auf Wunsch zur Verfügung gestellt wird. Das Streubuch wird 10 Jahre aufbewahrt und dokumentiert in Verbindung mit vorhandenen Lageplänen sowie sonstiger handschriftlicher Nachweise und GPS- Daten den sogenannten gerichtsfesten Winterdienst.